Winterschwimmen und Eisbaden 2014 / 2015

Der letzte Winter war sehr mild. Es gab so gut wie keinen Schnee und der See fror nur für ein paar Tage zu.
Dieses Jahr kam der Winter am zweiten Weihnachtsfeiertag. Innerhalb weniger Tage fror der See zu und war mit einer Eis- und Schneeschicht bedeckt.

Unser Badesee im Winter kurz vor Sonnenuntergang
Tegelgrube im Winter
Zu unserem Badesee sind es ca. 2,5 km. Wann immer es geht, fahren wir mit dem Fahrrad. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, sich vorher sportlich zu betätigen. Direkt aus dem warmen Auto in das kalte Wasser ist nicht empfehlenswert.
Mit dem Fahrrad zum Eisbaden
  26. Dezember
Solange der See noch eisfrei ist, sind ein paar Schwimmzüge möglich. Der See kann nun jederzeit zufrieren. Das Winterschwimmen wird dann zum Eisbaden.
Schwimmen inmitten Winterlandschaft

Eisbaden

Auf dem See hat sich das erste Eis gebildet. Schwimmen ist nun nicht mehr möglich. Wir können nur noch ein Loch in das Eis hacken und darin ein kurze Zeit verweilen. Eisbaden ist nun angesagt.
Eis aufbrechen
Noch reicht ein Stock, um eine Öffnung zum Baden zu schaffen. Wird das Eis dicker, werden wir auf einen Fluß ausweichen müssen. Eis aufbrechen
  30. Dezember
Die Eisdicke beträgt ca. 3 cm. Wassertemperatur 0,5 Grad. Schwimmen ist leider nicht mehr möglich. Wir begnügen uns damit, im Eis zu baden.
Schwimmen bei Eis und Schnee
Neujahrsschwimmen 2015
Während andere ihren Silvesterrausch ausschlafen, nehmen wir ein Bad im See.
Neujahrsschwimmen
  4. Januar
Die Bartmütze ist mein Weihnachtsgeschenk. Eisbaden
Eisbaden Februar
Seid einem Monat ist der See fast durchgehend mit Eis bedeckt.
Eisbaden im Februar
  Saisonende
Anfang April ist die Wassertemperatur über acht Grad geklettert. Bei schönem Wetter sieht man die ersten Sonnenanbeter. Es riecht nach Frühling und man sieht es der Natur an, dass der Winter vorbei ist.
Saisonende Winterbaden
Ein kleiner Film mit der GoPro Hero aufgenommen

Winterschwimmen 2013 / 2014 am Saltendorfer Weiher

Nachdem wir im Herbst fast täglich beim Schwimmen waren, beginnt mit dem ersten Eis auf dem See die winterliche Schwimmsaison.
Das Winterschwimmen hilft uns die grauen trüben Herbst- und Wintertage erträglicher zu werden. Scheint die Sonne, haben wir das Gefühl, dass das Frühjahr nicht mehr weit ist. Im Einklang mit der Natur nehmen wir die Jahreszyklen viel intensiver wahr und nach jedem Bad fühlen wir uns pudelwohl und sind hellwach. Schlechte Laune, Stress, Schwermut und Trägheit sind vergessen.
Setzen wir einen Tag aus, so zieht es uns spätestens am nächsten Tag wieder an den See.

27. November
Über Nacht hat sich die erste dünne Eisschicht gebildet. Das Eis ist dünn und bricht beim Reingehen. Die Eiskanten sind unangenehm. Das Thermometer zeigt 2 Grad an.
Eisschwimmen
  2. Dezember
Der See ist wieder eisfrei.
Bei 6 Grad Außentemperatur und Sonnenschein werden Erinnerungen an den Herbst wach.
Winterschwimmen
 
3. Dezember
Trotz Sonnenschein ist der See zur Hälfte wieder zugefroren. Die Haut ist nach dem Schwimmen leicht errötet. Angeblich soll sich kaltes Wasser wie Nadelstiche auf der Haut anfühlen. Dieses "Stechen" wurde uns schon bei 15 Grad prophezeit. Weder meine Frau noch ich haben jemals Schmerzen auf der Haut gespürt. Solche Aussagen gehören wohl eher in die Gerüchteküche. Ebenso wie die Aussage, Wasser fühle sich ab 8 Grad wie Blei an und Schwimmen sei kaum noch möglich.
See im Dezember   Schwimmen im Dezember
 
4. Dezember
Der See ist nun bis auf ca. 5 Meter vom Ufer zugefroren. Das Thermometer zeigt 2 Grad Wassertemperatur an. Es verwundert mich, da der Gefrierpunkt von Wasser bei 0 Grad liegt. Vielleicht muss ich das Thermometer länger im Wasser lassen oder das Wasser hat nur an der Oberfläche 0 Grad. Ich messe die Temperatur in ca. 30 cm Tiefe.
Raus aus dem Wasser
  6. Dezember
Das Sturmtief "Xaver" ist für den extrem starken Wind verantwortlich. Nach dem Rausgehen aus dem Wasser ist Eile geboten. Schnell Abtrocknen und Anziehen damit man nicht auskühlt.
Sonne, Wolken und leichter Schneefall
 
10. Dezember
Die Wassertemperatur beträgt weiterhin 2 Grad. Die Aussentemperatur ist auf ca. 6 Grad gestiegen. Wir spüren kaum noch einen Temperaturunterschied. Zwischen 1 und 4 Grad ist das Wasser einfach nur eiskalt.
Winterbaden im See
  12. Dezember
Wassertemperatur 2 Grad / Lufttemperatur 1,5 Grad
Viele Enten, ein Schwan und ein Storch sind zu sehen. Im Uferbereich schwimmen kleine Fische. Ein Biber hat die letzten Tage mehrere Bäume angenagt.
Winterbaden im Dezember
 
15. Dezember
Die Wassertemperatur beträgt weiterhin 2 Grad.
Schwimmen im Winter
  19. Dezember
Wassertemperatur 1 Grad! Der See ist mit einer ca. 5cm dicken Eisschicht überzogen. Zum ersten Mal, dass wir so richtig im Eis baden. Der Hammer dient zum Aufbrechen der Eisoberfläche.
Eisbaden
 
22. Februar
Die Wassertemperatur beträgt nun wieder 5 Grad. Das schöne Wetter lässt den Frühling erahnen. Die letzten Wochen waren wir drei- oder viermal beim Schwimmen. Unser Cubaurlaub hat uns nicht die Freunde am Winterschwimmen genommen.
Schwimmen im Februar
  24. Februar / 25. Februar
Sonnenschein und Aussentemperaturen von über 10 Grad lassen vergessen, dass immer noch Winter ist. Die Wassertemperatur beträgt 5,5 Grad.
Schwimmen Ende Februar
Ende der Saison 2013 / 2014
Im Gegensatz zum letzten Jahr war dieser Winter sehr mild. Leider hatten wir nie die Gelegenheit bei schneebedeckter Landschaft in den See zu springen. Und nun haben die sonnigen Tage den Winter endgültig vertrieben. Nicht einmal Snowboarden konnten wir dieses Jahr. Das Wetter soll auch weiterhin sehr sonnig bleiben. Das Winterschwimmen ist somit vorbei.

Für uns war das Winterschwimmen und Eisbaden eine große Bereicherung, die uns sowohl körperlich als auch seelisch gut getan hat. Im Spätherbst als die Temperaturen immer weiter sanken, war es jedesmal ein Abtasten der eigenen Grenzen. Wassertemperaturen unter 8 Grad fühlten sich saukalt an. Temperaturen unter 4 Grad waren eine richtige Herausforderung. Innerhalb kürzester Zeit drang die Kälte bis in die Knochen. Die Hände und Füße fühlten sich an, als hätte man sie längere Zeit in den Schnee gesteckt.

Am schönsten fanden wir das Schwimmen im Spätherbst, als viele bunte Blätter im See herumtrieben und die Wassertemperatur ca. 10 Grad betrug. Wir werden auch weiterhin zum Schwimmen gehen, bevorzugen aber im Sommer das (beheizte) Freibad.
Nächstes Jahr, wenn die sommerliche Badesaison vorbei ist, wollen wir wieder weitermachen. Wir freuen uns schon jetzt darauf.

Pamela und ich

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